13. Oktober 2023  – Wahr oder falsch? Immer öfter werden Unternehmen und Projekte mit Fake News konfrontiert oder sogar in Verruf gebracht. Durch eine von Künstlicher Intelligenz (KI) vorangetriebene digitale Revolution wird es immer schwerer Fakten von Fakes klar zu unterscheiden. Brigitte Schaden, Präsidentin von Projekt Management Austria und Gastgeberin des pma focus 2023, wies in ihrer Eröffnungsrede auf die zunehmende Verbreitung von KI-Anwendungen hin und sagte: „Um im Projektmanagement gute Entscheidungen zu treffen, muss man sich auf Fakten verlassen können. Wir müssen lernen, mit der neuen Technologie umzugehen. Es muss und es wird uns gelingen, Künstliche Intelligenz im Projektmanagement sinnvoll und nützlich einzusetzen!“

 

Projektmanagement im KI-Dschungel?  

 

„Fakt oder Fake – Projektmanagement zwischen den Realitäten", lautete der Titel des diesjährigen pma focus. Gemeinsam ging man der Frage nach, welche Auswirkungen vorgetäuschte Informationen auf die Arbeit von Projekten und Projektmanager*innen haben können. „Die Gefahr ist groß, dass sich das Falsche verfängt“, meinte die Journalistin und Buchautorin Ingrid Brodnig in ihrer Eröffnungskeynote und lieferte Beispiele, mit welchen Behauptungen Unternehmen heute konfrontiert sind und wie sie darauf reagieren (müssen).


Wie sich moderne Projektarbeit durch den Dschungel von Fakten, Fakes und Fiktion bewegen kann, beleuchtete Doris Weßels, Professorin für Wirtschaftsinformatik an der FH Kiel. Agnetha Flore vom Zentrum für digitale Innovationen Niedersachsen präsentierte aktuelle Forschungsergebnisse zu agilem Management im Zusammenhang mit KI. Und wie das österreichische Bundesheer Informationen auf Echtheit überprüft, präsentierte Walter J. Unger von der Abteilung Cyber-Abwehr. 

 

Desinformationen erkennen

 

Wie schnell Falschmeldungen entstehen können und humanitäre Einsätze beeinflussen, berichteten Christopher Bachtrog, Projektmanager aus dem internationalen Krisenteam des Österreichischen Roten Kreuzes und seine Kommunikationskollegin Astrid Eisenprobst, am Beispiel des Ukraine Einsatzes des ÖRK. Praktische Tipps zur Verifizierung von Bildmaterial gab Florian Schmidt von der Faktencheck-Abteilung der Austria Presse Agentur. Und Kai Erenli, Jurist und Gamer, zeigte anhand von Beispielen, ab wann wir aus rechtlicher Sicht von Fake sprechen können.

Die rund 450 Kongressteilnehmer*innen erlebten live vor Ort einen Tag voller inspirierender Impulsvorträge, Workshops und informativer Praxisbeispiele sowie viel Platz für Unterhaltung und Networking. Mehr als 150 Projektmanager*innen waren digital zugeschaltet und verfolgten die Vorträge via Live-Stream. Für den humorvollen Abschluss sorgte Kabarettist und Moderator der ORF-TV-Show „Fakt oder Fake“, Clemens Maria Schreiner.

 

Projektmanager*innen sind gefragt

 

Die Bedeutung von Projekten hat in den letzten Jahren in nahezu allen Branchen deutlich zugenommen. Entsprechend groß ist der Bedarf an gut ausgebildeten Projektmanager*innen. Das belegt auch die große Nachfrage nach pma/IPMA®-Zertifizierungen. Sie gelten als Qualitätsnachweis und sind in über 70 Ländern und auf allen Kontinenten anerkannt. pma fungiert in Österreich als offizielle Zertifizierungsstelle. Aktuell gibt es über 25.000 IPMA® zertifizierte Projektmanager*innen in Österreich.

 

Projekt Management Austria (pma) ist mit 1.300 Mitgliedern die größte österreichische Projektmanagement-Vereinigung. In den 60er Jahren gegründet und seit 1973 als eingetragener Verein tätig, stellt pma heute eine etablierte Plattform für Kommunikation, Austausch und Weiterbildung dar. Ziel von pma ist die Qualitätssicherung von Projektmanagement und die Anerkennung sowie Weiterentwicklung des Berufsbilds "Projektmanager*in". pma ist offizielle IPMA®  Zertifizierungsstelle für Projektmanager*innen. Als aktives Mitglied der weltweit agierenden International Project Management Association (IPMA®) ist pma international vernetzt. pma.at

 

Pressefotos: © pma/L. Schedl

 

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