In welcher Branche arbeiten Sie?
Energieunternehmen
In welchem Projekt arbeiten Sie zur Zeit?
Die Wiener Stadtwerke errichten ein Wien-weites Funknetzwerk, um verschiedene Anwendungsfälle im Bereich Internet of Things (IoT) zu ermöglichen. Der Funkstandard LoRaWAN® ermöglicht die besonders energieeffiziente Übertragung kleiner Datenmengen über lange Zeiträume hinweg. Wir nutzen diese Technologie für verschiedene Anwendungsfälle bei uns und unseren Kunden: Wärme-, Kälte-, Gas- und Wasserzähler können damit aus der Ferne ausgelesen werden, Betriebsgüter verortet und Smart-Building-Lösungen gesteuert werden. Aber auch die Bodenfeuchtigkeit von Stadtbäumen kann damit überwacht werden, um ein Austrocknen der Jungbäume in Dürreperioden zu vermeiden.
Können Sie uns Ihren Projekt-Alltag bzw. Aufgaben näher erklären?
Damit wir die teils schwer erreichbaren Zähler mit unserem Netzwerk empfangen, errichten wir über 400 Gateways (Funkstandorte) in ganz Wien. Dies basiert auf einer professionellen Funknetzplanung, die laufend angepasst wird. Es gibt "klassische" Projektmanagement-Tätigkeiten, wie Timeline- und Budgetcontrolling sowie die Organisation und Moderation von Projektterminen. Meine Aufgabe ist weiters, die Anforderungen der verschiedenen Kunden und Anwendungsprojekte, die das Netzwerk dann nutzen, laufend zu erheben und diese in die Priorisierung der Standorte einfließen zu lassen. Dabei müssen die Interessen aller Beteiligten immer gefühlvoll abgewogen werden, um das bestmögliche Gesamtergebnis zu erzielen.
Was macht Ihnen an diesem Projekt so viel Spaß? Was ist Ihre Motivation dahinter?
Dadurch, dass die Gateways im gesamten Stadtgebiet verteilt sind, lerne ich immer wieder neue Orte in der Stadt kennen. Außerdem mag ich den Gedanken, dass ich mit meiner Arbeit Wien ein kleines bisschen zukunftsfitter und lebenswerter machen kann.
Was ist dabei die größte Herausforderung?
Die Errichtung eines einzelnen LoRaWAN® Gateways ist grundsätzlich recht unkompliziert.
Die Herausforderung besteht jedoch darin, die über 400 Gateways aufeinander abzustimmen, über 10 verschiedene Standortpartner und mehrere Errichtungspartner hinweg und in Berücksichtigung besonderer administrativer und rechtlicher Rahmenbedingungen in Schutzzonen oder bei denkmalgeschützten Gebäuden.
Wie lautet Ihr persönliches Arbeitsmotto?
"Durchs Reden kommen die Leute zusammen." - Im Zweifel greife ich immer zum Telefonhörer und bespreche Dinge direkt.
Welche Vorteile bringt eine pma/IPMA® Projektmanagement (Agile Leadership) Zertifizierung?
Ich habe den Zertifizierungsprozess als äußerst lehrreich empfunden. Selten beschäftigt man sich so intensiv mit einem bereits abgeschlossenen Projekt. Darüber hinaus kann man durch das externe Feedback der Assessor*innen so manches Learning mitnehmen. Ich habe mehrere der erkannten Verbesserungsmöglichkeiten im Folgeprojekt gleich anwenden können und neue Verbindungen ziehen können.
Wo finden Sie Ausgleich zu Ihrem Job?
Auch wenn es teilweise ebenfalls Züge eines kleinen Projekts annimmt, verbringe ich meine Freizeit liebend gerne mit der Pflege meines Aquariums. Ansonsten fahre ich gerne Fahrrad auf der Donauinsel oder genieße eine der vielen Freizeitangebote Wiens.
Zur Person
Meine Ausbildung
- BSc in International Management (Double Degree) an ESB Business School und NEOMA Business School
- MSc in Strategy, Innovation and Management Control an der Wirtschaftsuniversität Wien
PM-Zertifizierungen
- pma/IPMA® Level C - Certified Project Manager
Berufsstationen
- Wien Energie: Traineeship (2021-2022)
- Wien Energie: Projektleiter (2022-2025)
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