Den Auftakt bildete eine exklusive Führung durch die beeindruckende Anlage, geleitet von Prof. Helmut Habersack, Institutsleiter und wissenschaftlicher Kopf hinter dem Projekt. Mit sichtlicher Begeisterung erzählte er von der Entstehungsgeschichte des Labors. Von der ersten Idee bis zur Eröffnung vergingen rund 14 Jahre, bereits 2012 wurde die Kooperationsvereinbarung zwischen BOKU und dem damaligen Landwirtschaftsministerium unterzeichnet. Die eigentliche Bauzeit betrug drei Jahre, das Gesamtprojekt wurde mit rund 49 Millionen Euro budgetiert und finanziert von einer ganzen Reihe von Partnern. Realisiert wurde der Bau von einem interdisziplinären Team aus Architektur, Hydraulik, Tragwerksplanung und Haustechnik, das sich im Rahmen eines Wettbewerbsverfahrens durchsetzte.
Ein echtes Alleinstellungsmerkmal wurde bei der Führung besonders greifbar: Dank des Höhenunterschieds zwischen Donau und Donaukanal fließen bis zu 10.000 Liter Wasser pro Sekunde völlig ohne Pumpen durch die riesige Versuchshalle wodurch Modellversuche im Maßstab bis zu 1:1 weltweit einzigartig möglich werden.
Von der Vision zur Spitzenforschung
Im Anschluss vertiefte Prof. Habersack in einem Vortrag die Forschungsschwerpunkte des Labors, von Hochwasserrisikomanagement über nachhaltigen Flussbau bis hin zu den Auswirkungen des Klimawandels auf unsere Fließgewässer. Für viele Teilnehmer*innen war es spannend zu sehen, wie eng Wissenschaft, Bauingenieurwesen und Projektmanagement hier zusammenspielen denn schließlich steckt hinter einem solchen Jahrhundertprojekt weit mehr als Beton und Stahl, sondern jahrelange Abstimmung zwischen unzähligen Stakeholderinnen.
Den Abschluss des Abends bildete ein gemütlicher Ausklang direkt in den Räumlichkeiten der BOKU: Bei Essen, Getränken und angeregten Gesprächen nutzten die Mitglieder*innen der pma Community die Gelegenheit zum Netzwerken und zum Austausch über das Gesehene und Gehörte.
Einen Mitschnitt der Führung sowie des Vortrags, können Sie gerne auf Anfrage an