Ziel war es, den Teilnehmenden nicht nur theoretisches Wissen zu vermitteln, sondern konkrete Tools, Techniken und Impulse mitzugeben, die direkt in Projekten angewendet werden können. In vier interaktiven Workshops erhielten sie wertvolle Impulse, die von inklusivem Projektmanagement über strukturiertes Problemlösen bis hin zu klarer Kommunikation und kreativen Visualisierungstechniken gingen.

 

Workshop 1: Inklusives Projektmanagement – Wie kleine Veränderungen große Wirkung entfalten können

Referentinnen: Elisabeth Prinz & Zoe Seitz, myAbility

Barrierefreiheit bedeutet, dass Produkte, Dienstleistungen, Gebäude, Kommunikation und Informationen ohne fremde Hilfe zugänglich, verständlich und nutzbar sind und, dass sie von einer offenen Haltung getragen werden. Übertragen auf das Projektmanagement umfasst Barrierefreiheit viele Dimensionen: Kommunikation, Meetings, Teamkultur, Prozesse, Zeitpläne, Stakeholder-Einbindung und auch die verwendeten Tools können barrierefrei integriert und gestaltet werden.

Die Referentinnen verdeutlichten diesen Ansatz anhand des „Curb-Cut-Effekts“: Maßnahmen, die zunächst für bestimmte Gruppen entwickelt werden, verbessern letztlich die Zusammenarbeit und Effizienz für alle. Konkrete Tipps für den Projektalltag waren unter anderem:

  • barrierefreie Vorlagen (Word, PDF, PPT) nutzen,
  • Sprache einfach und klar halten,
  • Events barrierefrei gestalten,
  • Unterlagen in verschiedenen Formaten bereitstellen,
  • und vor allem regelmäßig Feedback einholen, um auf unterschiedliche Bedürfnisse eingehen zu können.

Die gesamte Präsentation ist im Rückblick am Ende der Website angehängt.

 

Workshop 2: Problemlösen mit Methode

Referent: Anatol Mika, Esenca Consulting

Oft werden Probleme intuitiv und unstrukturiert angegangen. Anatol Mika stellte die Methode MikaSolv vor, die ein systematisches Vorgehen ermöglicht und zu besseren, kreativen Lösungen führt. Herzstück des Ansatzes sind die fünf Säulen, auf denen die Methode aufbaut:

1. Das einfache, klare Kernproblem erkennen – durch die Frage: Was ist das Ziel, und was hindert uns daran, es zu erreichen?
2. Bewährte Lösungsprinzipien nutzen – abstrakt formulierte Ansätze aus unterschiedlichen Bereichen.
3. Nur passende Prinzipien auswählen – gezielte Fokussierung auf die erfolgversprechendsten Ansätze.
4. Lösungsprinzipien in Fragen übersetzen – z.B. „Wer hat das schon gelöst?“ oder „Wie sähe das Problem an einem anderen Ort aus?“
5. Fragen den Fachexpert*innen stellen – damit praxisnahe und innovative Lösungen entstehen.

Im Workshop konnten die Teilnehmer*innen die Methode anhand spielerischer Beispiele erproben und erlebten unmittelbar, wie schnell und effektiv sich mit MikaSolv neue Lösungsansätze entwickeln lassen.

Genaue Details zu Methode können auf der Website nachgelesen werden

 

 Workshop 3: Mächtiger führen durch klares Feedback

Referentin: Valerie Rapatz, Conside Coaching

In diesem Workshop ging es um die Kraft von präzisem, wertschätzendem Feedback. Valerie Rapatz zeigte, warum das bekannte „Feedback-Sandwich“ nicht funktioniert und stellte Alternativen zum klassischen Modell vor. Sie betonte, dass eine gute Struktur essenziell ist, um Feedback so zu geben, dass das Gegenüber etwas damit anfangen und es in die Praxis umsetzen kann. Anhand praktischer Beispiele wurde verdeutlicht, wie Feedback Klarheit schafft, Wirkung entfaltet und sowohl das Geben, als auch das Annehmen erleichtert. Die Teilnehmenden erhielten konkrete Tipps, wie sie Feedback als Führungsinstrument wirksam einsetzen können.

Die Unterlagen dazu gab es vorort, oder jetzt bei Anmeldung zum Newsletter unter diesem Link

 

Workshop 4: Sketching im Projektmanagement nutzen

Referentin: Diana Öller, pma young crew

Sketchnotes und Visualisierungstechniken standen im Mittelpunkt des letzten Workshops. Diana Öller zeigte eindrucksvoll, wie man mit ein paar einfachen Strichen, Plakate und Flipcharts zum Leben erwecken kann. Mit ganz simplen Methoden lassen sich Vorträge und Meetings interessanter, interaktiver und einprägsamer gestalten. Die Teilnehmer*innen konnten selbst ausprobieren, wie Sketching komplexe Inhalte vereinfacht, die Zusammenarbeit fördert und kreative Lösungsfindung unterstützt und das ganz ohne künstlerische Vorkenntnisse oder Talente.

 

Den Abschluss des 4. pma quarterly bildete ein entspannter Abend bei einer Weinerverkostung vom Weingut Kiss. Bei hervorragendem Essen und ausgewählten Weinen konnten die Teilnehmer*innen den Tag Revue passieren lassen, sich in lockerer Atmosphäre austauschen und den gemeinsamen Erfahrungsschatz feiern. Die Weinverkostung bot nicht nur Genuss, sondern auch die perfekte Gelegenheit, neue Kontakte zu vertiefen.

Downloads und weiterführende Informationen