Veränderung als Chance sehen

Projektmanager*innen sind es gewohnt mit Veränderung und dem Unbekannten umzugehen. Die weltweite Corona-Pandemie hat aber trotzdem zahlreiche Unternehmen stark gefordert. Rasches Handeln war gefragt, um Home Office-Lösungen zu etablieren und wettbewerbsfähig zu bleiben. Unternehmen, die digitale Strukturen und Plattformen bereits vor der Krise genutzt haben, waren hier klar im Vorteil und konnten innerhalb kürzester Zeit auf Remote Work wechseln.

Nach einem Jahr Home Office haben wir die Projektmanagement-Community gefragt, wie die Stimmung in der Branche ist und welche Fähigkeiten sich in einem Jahr des Ausnahmezustands bewährt haben.

 

Wo gibt es die meiste Veränderung in der Projektarbeit? 

Wege

Die Workload und das Ausmaß an Projektarbeit ist laut Befragten mehr geworden oder zumindest gleichgeblieben. In diesem Zusammenhang ist es sicher erwähnenswert, dass der Großteil der Befragten aus der IT-Branche, oder der Industrie kamen. Andere Befragte gaben an, dass sie weniger Projektarbeit hatten und ihr Unternehmen Mitarbeiter*innen in Kurzarbeit geschickt hat. Die Veränderung des Ausmaßes der Projektarbeit ist also sicherlich branchenabhängig.

Die größten Veränderungen in der Arbeitsweise brachte auch das Remote Working mit sich: Ein Großteil der Befragten gab an, dass es schwierig ist, sich auf neue Kommunikationswege einzulassen und der persönliche Kontakt oft zu kurz komme. Die größte Herausforderung im Zusammenhang mit virtueller Projektarbeit ist laut Ergebnissen der Umfrage auch die Führung eines virtuellen Teams.

So ist es nicht weiter verwunderlich, dass Leadership und Kommunikationsfähigkeit die beiden Top-Antworten waren bei der Frage nach den wichtigsten Fähigkeiten, die man im Projektmanagement im Corona-Jahr brauchte. Ebenfalls wichtig waren für viele Befragten Achtsamkeit und (Selbst-)Motivation, aber auch Flexibilität war für die Einstellung auf die neue Situation unverzichtbar. Kommunikation und Flexibilität waren auch bei unserer ersten Stimmungsumfrage schon die Top-Fähigkeiten, die im Projektmanagent zur Bewältigung dieser Krise benötigt werden.

Die Art der Projektaufträge ist im Großen und Ganzen gleichgeblieben, dort wo sie sich aufgrund der Corona-Pandemie verändert hat, sind Anfragen aber häufig kurzfristiger, flexibler und unspezifischer geworden als sie es vor der Krise waren.

 

Vorteile der neuen Arbeitswelt

Natürlich hat die Corona-Krise von uns allen verlangt, sich rasch und in großem Umfang in unserem Leben und unserer Arbeit umzustellen. Das hat viele Veränderungen mit sich gebracht, einige davon werden aber auch durchaus positiv beurteilt. So sind drei Viertel der Befragten unserer Stimmungsumfrage mit dem Online Angebot für Aus- und Weiterbildungen zufrieden oder sogar sehr zufrieden. Die flexiblere Arbeitswelt hat also auch flexiblere Möglichkeiten zur fachlichen Aus- und Weiterbildung hervorgebracht.

Vielen Dank für die rege Teilnahme an unserer Stimmungsumfrage! #WeMangeThisProject

Ing. Alexander Vollnhofer, MSc, zPM

Ing. Alexander Vollnhofer, MSc, zPM leitet die pma Geschäftsstelle. Er hat seine Studienschwerpunkte Projektmanagement, IT und Sozialwissenschaft in Projekten für die öffentliche Verwaltung zum Einsatz gebracht. Besonderes Interesse hat der begeisterte Schifahrer an komplexen Entscheidungsprozessen und am Mentoring junger Projektmanager*innen entwickelt. Alexander Vollnhofer ist seit 2013 pma Mitglied und leitete 2017 die pma young crew, die pma Plattform für Einsteiger*innen im Projektmanagement. Seit 2018 ist er im pma Vorstand und als Geschäftsstellenleiter für pma tätig. Seine Zuständigkeit im Vorstand umfasst die Betreuung von pma young crew Aktivitäten und den Bereich Innovation.


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